Generalversammlung der MGN am 11.04.2025

Mit höchster Milchqualität erfolgreich in der Vermarktung

Am Eingang musste man durch einen Seuchenteppich gehen und die Hände waren zu desinfizieren –diese vorbeugenden Maßnahmen wurden aufgrund der MKS- Situation in der Slowakei und Ungarn bewusst gesetzt. Denn die Sorge bei den 250 Funktionären, Delegierten und Gästen bei der diesjährigen Generalversammlung der MGN Milchgenossenschaft NÖ war groß. Man hat sich bewusst für die Abhaltung, jedoch mit Maßnahmen entschieden, denn das Leben muss weitergehen, und die Erfahrungen der vergangenen Jahre wo alles abgesagt wurde, sitzen tief, so Geschäftsführer Ing. Leopold Gruber-Doberer.

Veredelung der Milch zu Qualitätsprodukten

Obmann LKR Martin Steiner berichtete über eine Gesamtanliefermenge der Genossenschaft von 438 Millionen Kilogramm Milch. 91,5% erreichten dabei die S-Klasse. Die MGN verzeichnet derzeit 2200 Lieferanten, somit betrug die durchschnittliche Anlieferung je Lieferant knapp 200.000 Kilogramm. Martin Steiner zeigte sich sichtlich stolz über die Entwicklung der NÖM AG, an welcher die MGN mit 35% beteiligt ist. Mittlerweile wird die gesamte Milch der MGN Bauern zu hochwertigen Qualitätsprodukten veredelt! Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass seitens der NÖM AG noch mehr Milch gebraucht wird. Beim aktuellen Liefervertrag mit der NÖM AG gibt es daher keine Mengenbegrenzung mehr! Der Obmann bittet die Bauern diesen Bedarf durch Mehrlieferung abzudecken. Auch für die kommenden Jahre wurden im erstmals dreijährigen Liefervertrag mit der NÖM AG steigende Mengen fixiert.

Geschäftsführer Gruber-Doberer informierte in seinem Bericht über die aktuellen Marktentwicklungen in Europa. Der moderate Anstieg der Milchmengen innerhalb der EU ist für das derzeitige Milchpreisniveau verantwortlich. Aufgrund der steigenden Sensibilität im Hinblick auf CO² und der damit in einigen wesentlichen milchproduzierenden Ländern innerhalb der EU steigenden Umweltauflagen ist auch in den nächsten Jahren eine verhaltene Produktionssteigerung zu erwarten. Daher sollte man von eher stabilen Preisentwicklungen ausgehen können.

Die NÖM Vorstände KR Ing. Josef Simon und Mag. Alfred Berger informierten sehr ausführlich über die aktuellen Entwicklungen in der NÖM AG und am Markt. Mittlerweile beschäftigt die NÖM AG mehr als 1.000 Mitarbeiter und es wird der Standort ständig erweitert. Derzeit startet der Neubau eines Kühlregallagers am Grundstück des ehemaligen BauMax, welcher unmittelbar an den Standort angrenzt. Auf einer Fläche von vier Hektar wird ein Hochregallager mit vorerst 26.000 Palettenstellplätzen, erweiterbar auf 40.000 Plätze, bebaut. Das Investitionsvolumen beträgt 80 Millionen Euro.

Mag. Berger, der für den Verkauf und Marketing verantwortlich ist, zeigte die neusten Konsumententrends am Milchmarkt auf. Mittlerweile werden mehr als 60% aller NÖM Produkte exportiert. Hauptabsatzmarkt ist dabei Italien.

Neue Obmann-Stellvertreter

Im Zuge der Wahlen kam es zu Veränderungen bei den Obmann-Stellvertretern. Maria Brandstetter aus Artstetten und Johann Trinkl aus Grossnondorf schieden aus Altersgründen aus. Als neue 2. Obmann-Stellvertreterin wurde Karin Stadler aus Raxendorf gewählt. Zum 3. Obmann-Stellvertreter wurde Franz Bruckner aus Zwettl gewählt. An die ausscheidenden Funktionäre wurden Ehrungen von der LK NÖ und der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien übergeben.

Christine Mutenthaler-Sipek, Geschäftsführerin der AMA-Marketing GmbH, zeigte in ihrem Referat sehr eindrucksvoll die Bedeutung des AMA Gütesiegels auf. 

Ebenfalls gewürdigt wurden die 15 besten Milchlieferanten des Jahres 2024 hinsichtlich Keim- und Zellzahlwerte.

Mit frischem Look in eine innovative Zukunft

Vorgestellt wurde auch das neue Logo der MGN, welches erstmals seit der Gründung vor 25 Jahren für einen frischen Auftritt sorgt. Hier hat man sich bewusst von der Landkarte Niederösterreichs verabschiedet, da sich unser Einzugsgebiet mittlerweile weit über die Grenzen Niederösterreichs erstreckt. Beibehalten wurde allerdings das Milchglas, das nach wie vor untrennbar mit unserer wertvollen Grundlage, der Milch selbst, in Verbindung steht. Die MGN steht seit 25 Jahren für Qualität, Regionalität und Verlässlichkeit in der Milchwirtschaft – und das wird auch weiterhin so bleiben. Wir werden dabei unserer Verbundenheit mit unseren Bäuerinnen und Bauern treu bleiben und sind dennoch verpflichtet, den Blick gemeinsam in die Zukunft zu richten.

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